Bild030 29 30 95 50
Bild30 TAGE RÜCKGABERECHT
BildKAUF AUF RECHNUNG
Mein Konto
Anmelden
Bild
Bild
Bild
Mein Warenkorb
0 x Artikel: 0,00 €
WISSEN ›› Biographie von Artemisia Gentileschi
Biographie

Biographie von Artemisia Gentileschi

Susanna und die Älteren von Artemisia GentileschiAls eine der wenigen Malerinnen insbesondere des Barock kommt Artemisia Gentileschi (1593 – 1653) durchaus eine Sonderstellung zu. Allerdings legte sie keinerlei Wert auf irgendeine Bevorzugung. Vielmehr wusste sie sich in der Männerdomäne durchaus zu behaupten – sie betrieb sogar eine eigene Werkstatt und hatte auch männliche Angestellte. Und Gentileschi beschränkte sich nicht auf die typisch weiblichen Sujets wie etwa die Porträts, die Miniaturen, Stillleben und Landschaften.


Vielmehr stammen von ihr bedeutende Historiengemälde sowie allegorische Darstellungen. Als einzige Reminiszenz an ihre Weiblichkeit sehen viele Kunsthistoriker den Umstand, dass sie verstärkt weibliche Figuren wählte wie etwa Lukrezia und Judith. In den ersten Jahren ihres künstlerischen Schaffens trugen die abgebildeten Frauen noch verstärkt die Züge der Malerin selbst. Erst später benutzte Gentileschi Modelle.


Artemisia Gentileschi – durch fundierte Ausbildung zum eigenen Stil

Als Tochter eines bekannten Malers genoss Artemisia Gentileschi schon früh eine gute Ausbildung, zunächst beim Vater selbst. Später sollte sie bei dem Kollegen Agostino Tassi die perspektivische Darstellungsweise erlernen, was zwar funktionierte, ihr aber zugleich auch großen Ärger einbrachte. Denn ihr neuer Lehrer vergewaltigte sie, was damals in erster Linie als Schande für das Opfer angesehen wurde. Sie selbst sorgte aber durch ihren Vater dafür, dass der Täter vor Gericht gestellt und verurteilt wurde, obwohl sie während der Ermittlungen demütigende Szenen zu erdulden hatte. Trotz allem fühlte sie sich zunächst nicht völlig rehabilitiert.


Vermutlich war das ein Grund dafür, dass sie wenig später – inzwischen ehrenhaft verheiratet – nach Florenz zog. Die Stadt am Arno galt damals ohnehin als kulturelles Zentrum, allein schon wegen der kunstbeflissenen Medici. Gentileschi war bald eine sehr angesehene Malerin – als erste Frau überhaupt wurde sie an der florentinischen Accademia dell’Arte del Disegno aufgenommen. Zudem erhielt sie Bildaufträge von berühmten Persönlichkeiten, so auch von den sehr einflussreichen Medici.


Die frühen Bilder von Artemisia Gentileschi sind sehr stark der Malweise ihres ersten Ausbilders, ihres Vaters, verhaftet. Das bedeutet: Absolute Genauigkeit auch kleinster Details vermischt mit dem damals üblichen barocken Pathos. Diesen erreichte sie unter anderem mit dem sehr gekonnten Einsatz von Lichteffekten.


Danaë von Artemisia GentileschiNach 1612 entfernte sie sich vom Einfluss ihres Vaters und entwickelte ihren ganz eigenen Stil. Dazu gehörte insbesondere der Umgang mit den Farben. Sie wurden in diesen Jahren noch viel kräftiger und strahlender und auch die hellen Lichtelemente nahmen stark zu. Die Hauptfarben in Gentileschis Bildern sind warme bräunliche Nuancen und orangefarbene Schatten. Beides ist jeweils akzentuiert mit kräftigen Blau- und Rottönen. Von der Art der Darstellung her sind ihre Bilder bekannt für die natürliche Wirkung der Stoffe bei der Kleidung sowie für den exakt dargestellten Faltenwurf.


Man darf indessen nicht übersehen, dass Artemisia Gentileschi durchaus in der Lage war, sich mit ihrem Malstil den jeweiligen Gegebenheiten und Erfordernissen anzupassen. Auf diese Weise vermied sie kurzerhand, dass einige ihrer Bilder abgelehnt wurden. Dennoch wäre es falsch, sie als eine angepasste Malerin zu beschreiben.


Artemisia Gentileschi – Frauen in einer Männerwelt

Die Vergewaltigung in jungen Jahren bestimmte vermutlich ihr ganzes weiteres Leben. Bei den Frauengestalten, die sie vorwiegend malte, handelt es sich meist um sehr starke Persönlichkeiten. Zudem sind es solche aus dem Alten Testament etwa, die Männer töten und Rache üben. Wütende Gesichter, spritzendes Blut und brutales Gemetzel entsprachen zwar durchaus dem Zeitgeist, aber viele Kunstkritiker gehen davon aus, dass diese Darstellungsweise auch ein wenig mit Artemisias selbst erlebten Qualen zu tun hatte.


Erst in ihren späten Bildern veränderte sich Gentileschis Darstellung der Frauen ein wenig. Die beherzte und zupackende Art wich mehr und mehr einer feingliedrigen. Dennoch ist auch immer noch eine große Entschlusskraft sichtbar. Aber die körperliche Qual scheint der psychischen zu weichen.  


 

HANDGEMALT24.DE
Über uns
Ihre Vorteile
Kontakt
Kundenmeinungen
Unsere Qualität
Foto als Gemälde
Preise
Ölgemälde Alter Meister
KUNDENSERVICE
Kontakt
Rückrufservice
Hilfe/ Faq
HÄUFIGE FRAGEN
Ölgemälde
Bestellung/ Versand
Zahlungsarten
Rücksendung
Sicherheit
Mein Konto
RECHTLICHES
AGB
Datenschutz
Impressum
Widerrufsrecht
INTERNATIONAL
© 2017 HANDGEMALT24.DE  |  Alle Rechte vorbehalten.